Leseproben

Einleitung

Wenn Ihr Wissen über Finanzen Lücken aufweist, kostet das praktisch immer bares Geld. Wenn Sie ohnehin genug auf dem Konto aben, dann ist das natürlich kein Problem. In allen anderen Fällen hilft Ihnen dieses Buch weiter.

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Was nichts kostet, ist nichts wert?

Irrtum: Bei Geldanlagen gilt: Qualität hat ihren Preis.
Richtig ist: Gerade die Kosten einer Geldanlage sind ausschlaggebend für den Anlageerfolg – je niedriger, desto besser

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05.01.2009

Sehr geehrte Herren Bareis und Nauhauser,
habe während meines Silvesteraufenthaltes in Wien zufällig Ihr Buch entdeckt. Bin begeistert. Schade, dass es nicht schon vor Jahren auf dem Markt war. So ist auch ein Großteil meines Geldes verschwunden. Es muss irgendwo sein, aber sagen kann mir das keiner.- Nun habe ich eine spezielle Frage. Haben Sie schon mal was vom IKAR Fonds 18 gehört? Eine dubiose Geschichte (GbR !!). Wenn ja, würde ich mich über eine Antwort freuen.
Für heute grüße ich Sie, mit den besten Wünschen für´s Neue Jahr
R.F.

Sehr geehrter Herr F.,
vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihre lobenden Worte. Das freut uns natürlich sehr. Zu Ihrer Frage: bei dem Fonds handelt es sich wohl um einen geschlossenen Immobilienfonds. Wir haben dazu ja einige kritische Worte verfasst. Es ist für den Privatanleger nahezu unmöglich, zu beurteilen, ob ein geschlossener Immobilienfonds ein attraktives Chance Risiko Profil hat. Daher lautet unser Rat auch: Finger weg von dieser Anlageform.
Und wenn das Kind mal in den Brunnen gefallen ist, dann können nur noch Anwälte weiterhelfen. Das ist auch nicht gerade immer günstig. Verbraucherzentralen bieten oft eine kostengünstige anwaltliche Erstberatung an, aber wenn das Geld weg ist, ist es nicht selten langwierig und riskant, es über gerichtliche Prozesse etwa wegen Falschberatung zurückzuholen.
Wir hoffen, dass in Zukunft besser gewappnet sind und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Finanzen!
Viele Grüße
Werner Bareis und Niels Nauhauser.

16.02.2009

Sehr geehrte Autoren,
mit Interesse und Eifer las ich Ihr Buch!
Obwohl es mich in vielem bestätigt hat, werfen sich für mich auch noch Fragen auf. Was ich jedoch komplett vermisse in Ihrem Buch, ist die Thematik der Geldanlage im Ausland.
Ich denke insbesondere an die Schweiz, Österreich oder Liechtenstein. Wenn ich meinen Ertrag in Deutschland versteuere, ist ein Konto in der Schweiz doch nicht illegal. Ist es dort sicherer, als in Deutschland?
Oder doch das Kopfkissen und auf die Zinsen verzichten....
Ich bin Privatanlegerin und habe Verantwortung auch in finanzieller Hinsicht meinen 2 Kindern gegenüber. Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen. Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
G.F.

Sehr geehrte Frau F.,
vielen Dank für Ihre Email! Natürlich ist es auf lange Sicht tatsächlich sicherer, Geld in verschiedenen Ländern zu haben, allein aufgrund der langfristigen politischen Unwägbarkeiten. Im Irrtum "Es gibt auf Dauer sichere Geldanlagen" gehen wir auf die langfristige Sicherheit ein. Eine Streuung ist da natürlich unverzichtbar.
Kurzfristig gesehen, ist es unserer Ansicht nach allerdings nicht sicherer, das Geld in den von Ihnen genannten Ländern zu verwahren. Geld unters Kopfkissen zu stecken, ist ebenfalls nicht besonders sicher. Denn hier bekommen Sie keine Zinsen. Das Einlagensicherungssystem ist derzeit aufgrund der Staatsgarantien für Privatanleger auf kurze Sicht ein sicherer Hafen.
Viele Grüße
Werner Bareis und Niels Nauhauser

08.03.2009

Sehr geehrter Herr Bareis, sehr geehrter Herr Nauhauser,
mit großem Interesse habe ich in Ihrem wertvollen Ratgeber -Lexikon der Finanzirrtümer- insbesondere das Kapitel "Ist Riester etwas für Fans von Aktien?" gelesen, da ich selbst bei Union Investment seit Ende 2005 über einen Riester-Fondssparplan den Weltfonds Uniglobal monatlich anspare. Parallel dazu zahlt auch meine Frau relativ geringe Beträge (teilzeitbeschäftigt) in diesen Riester-Fondssparplan ein und erntet zusätzlich zur Grundzulage noch jährlich 370,- Euro Kinderzulage für unsere beiden 4- und 6-jährigen Söhne.
In Ihrem Artikel zum Riestern über Fondssparpläne äußern Sie sich grundsätzlich nicht negativ über diese Form der Altersvorsorge. Allerdings gehen Sie dabei nicht auf die gängige Praxis der Anbieter solcher Riester-Fondssparpläne ein, die die Rendite drückt:
Zum Jahreswechsel musste ich schockiert in meiner Abrechnung feststellen, dass mein Fondsbestand aus Kapitalsicherungsgründen komplett in den Rentenfonds Eurorenta umgeschichtet wurde - ein Schicksal, das ich mit vielen anderen darüber enttäuschten Riestersparern teile. Dies sind mit Zulagen in Höhe von ca. 650,- Euro immerhin über 5000,- Euro Anlagesumme abzüglich eines Wertverlusts von etwas über 30 Prozent durch die Finanz- u. Wirtschaftskrise. Eine Zurückschichtung ist laut Anbieter ausgeschlossen, obwohl der früheste Auszahltermin bei mir erst in 19 Jahren sein wird! Die aktuellen Sparraten gehen momentan wieder in den Aktienfonds.
Finanztest empfiehlt in der aktuellen Märzausgabe 2009 Union Investment-Kunden wegen der Kapitalgarantie von 100 Prozent und den Zulagen den Vertrag nicht zu kündigen, sondern beitragsfrei zu stellen und die weiteren Sparbeträge bei Bedarf nach eigenen Wünschen selbständig anzulegen.
Diese Empfehlung verwundert mich jedoch, da bei einer zulagenschädlichen vorzeitigen Kündigung und Investition des Restbetrags in bspw. einen Indexfonds der Wertzuwachs bei gleicher Laufzeit i.d.R. nach eigenen Berechnungen höher wäre:
So liegt bspw. bei einem Anlagehorizont von 18 Jahren und einer angenommenen jährlichen Rendite von mageren 6 Prozent der Wertzuwachs des Indexfonds um fast 1000,- Euro höher als bei dem Riester-Rentenfonds (s.o.) mit einer angenommenen jährlichen Wertsteigerung von 4 Prozent - trotz des Vorsprungs von 650,- Euro durch die Zulagen!
Sollte die jährliche Wertsteigerung des Riester-Rentenfonds bei 6 Prozent liegen, so müsste der Zuwachs beim ETF wenigstens bei 7 Prozent liegen, um auf den gleichen Betrag am Ende der Laufzeit zu kommen.
Ist das eine spekulative Milchmädchenrechnung von mir oder ist für mich als Beamter und Aktienfreund mit eigenem Depot und einem Jahreseinkommen von brutto 50.000,- Euro die Kündigung des Riestervertrages und eigenverantwortliche Aktienanlage des Restkapitals bei den augenblicklichen Dumpingpreisen an der Börse empfehlenswerter? Schließlich muss ich in den nächsten Jahren bei Börsentiefständen immer wieder damit rechnen, dass mein Riester-Fondssparplan-Anbieter meine neuen bis dahin eingezahlten Sparraten in den renditeschwächeren Rentenfonds umschichten wird!
Meine Frau wird selbstverständlich weiterriestern - schon allein wegen der geringen Beiträge und der hohen Zulage durch die Kinder.
Was raten Sie Riestersparern wie mir?
Mit freundlichen Grüßen
F. H.

Sehr geehrter Herr H.,
vielen Dank für Ihre Email. In der jüngsten Entwicklung, gerade bei der Riester Rente der Union Investment, zeigt sich tatsächlich das große Manko der Riester Fondssparpläne: die Garantie ist nicht kostenlos.
Die Empfehlung von Finanztest, die Sparpläne lieber beitragsfrei zu stellen als zu kündigen, halten wir so pauschal keineswegs für sinnvoll. Ihre Rechnung ist genau die, die man aufmachen muss, um vernünftig zu entscheiden.
In Ihrem Fall scheint es naheliegend, dass die wesentlichen Zulagen der Familie (einmal Grund- und zweimal Kinderzulagen) auf den Vertrag Ihrer Frau gehen. Diesen sollte sie gerade so hoch ansparen, dass es für die Zulagen reicht, nicht mehr. Die Förderquote dürfte selbst die Garantiekosten und die Kosten des aktiven Fondsmanagements wettmachen, wenn ihre Frau deutlich weniger verdient als Sie.
Wenn Sie dann zusätzlich noch riestern, lohnt sich das weniger, da die Zulagen der Familie ja auf den Steuervorteil angerechnet werden. Daher scheint es in der Tat sinnvoller, das Geld in Indexfonds anzulegen, sofern Sie mit den Risiken leben können.
Viele Grüße
Werner Bareis und Niels Nauhauser